Der Kummer, der nicht spricht, nagt leise an dem Herzen, bis es bricht.

(William Shakespeare)

Das Wort ist das Medium, das uns Menschen am vertrautesten ist, wenn es darum geht, sich mitzuteilen. Wir erleben es jeden Tag, in seiner Leichtigkeit beim Plaudern mit Freunden, in der Diskussion auf der Arbeit oder in der Familie. Und wir alle kennen das erleichternde Gefühl, wenn wir uns im Gespräch mit einem Freund, einer Vertrauten unseren Kummer von der Seele gesprochen haben. Da, wo die Möglichkeiten freundschaftlicher Beziehungen natürlicherweise enden oder wo der Mensch sich vielleicht sogar völlig verlassen fühlt und das Schweigen zur Qual wird, beginnt das therapeutische Gespräch, die „sprechende Medizin“. Im geschützten Raum und Rahmen meiner Praxis darf alles ausgesprochen und allem Ausdruck verliehen werden, was ist: dem Zorn, der Verzweiflung, dem Hass, der Liebe, der Enttäuschung und der Zärtlichkeit, der Furcht, der Scham und der Angst… – all den tiefen Gefühlen, Bedürfnissen und Motivationen, die wir vielleicht sogar vor uns selbst – noch – verborgen halten.

Ihnen den Weg dorthin zu ebnen, gemeinsam mit Ihnen diese Innenwelten zu betreten und zu beleuchten, was gesehen werden möchte, auszusprechen, was ausgesprochen und gehört werden möchte, bestimmt den Prozess unserer gemeinsamen Arbeit.

Das geschieht durch aufmerksames Zuhören, durch den sensiblen und dabei stets anerkennenden und wertschätzenden Umgang mit Ihren Gefühlen. Öffnet sich das Fenster zum Bewusstsein auf diese behutsame Weise, geschieht Veränderung nahezu von selbst.